Dienstag, 7. August 2012

Vierter Tag in Taiwan

Endlich einmal ausschlafen. Das tat guuuuuut.

Und da ich den Vormittag und Nachmittag mit schlafen und ausruhen verbracht habe, komme ich diesmal gleich zum Abendprogramm: Karaoke! (oder wie es hier heißt: KTV)

Die Taiwaner lieben Karaoke. Und es ist ganz und gar nicht so, wie ich mir Karaoke vorgestellt habe. In meinem Kopf sah ich eine (kleine) Kneipe, mit Tresen, an der man Bier trinken kann. Und irgendwo in der Ecke steht halt ein Fernseher mit einer Karaoke Maschine... Tjaja, weit gefehlt! Hier gibt es ganze Häuser, voll mit Karaoke-Räumen, welche man buchen kann. Und so hatten wir also einen ca. 30qm großen Raum nur für uns 30 Leute gebucht. Es gab bestimmt insgesamt 15 solcher Räume und aus jedem schallte einem Musik und Gesang durch die Tür hindurch entgegen. Für das leibliche Wohl stand ein Buffet in einem extra Bereich zur Verfügung.

Nach 4h Gesang und guter Laune (es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht, und sogar ich als Musik-Null habe mitgesungen) ging es dann weiter in die nächste Disko. Das Highlight hier waren 3 Taiwaner, die so gegen 5:00 auf einmal mit Breakdance anfingen und sich auf ihren Köpfen und Händen wild im Kreis gedreht haben.

Achja, ich besitze jetzt auch einen chinesischen Namen (man beachte auch das schöne Papier):
Sascha Ludwig in chinesisch
 Die Zeichen haben folgende Bedeutung:
  • lú ist einfach nur ein weit verbreiteter Nachname, keine besondere Bedeutung
  • sha bedeutet "Sand
  • xià bedeutet "Sommer"

Montag, 6. August 2012

Dritter Tag in Taiwan

Nach einer weiteren Nacht auf der "Wellness-Matratze" mussten wir uns heute das erste Mal alleine Frühstück kaufen. Oh je, denkt man sich da die ganze Zeit, wie soll das denn gut gehen... Aber es ging gut. Eigentlich war es gar nicht so schwer, da wir einen Stand erwischt hatten, an dem einige Sachen auf Englisch übersetzt waren (man muss ja auch klein anfangen).

Danach ging es zum Chinesisch Unterricht. Zweiter und auch letzter Tag ;-) Im Allgemeinen ist es für mich hoffnungslos (bereits nach einem Tag. Oje), mir alle Vokabeln und Aussprachen in so kurzer Zeit zu merken. Aber jetzt ist es ja vorbei. Gehen wir also über zu non-verbaler Kommunikation :)

Zum Mittag gab es dann mal wieder Beef-Noodles von einem einschlägigen Franchise-Unternehmen. Wie es in Deutschland halt eine Kartoffel-Kiste-Restaurant-Kette gibt, gibt es das hier für Beef-Noodles. Und so ist es auch von der Qualität. Nicht besonders, aber dafür eben auch nicht so günstig :P

Am Nachmittag sind wir dann zum "Anping Old Fort" gefahren. Das ist ein altes, holländisches Fort, welches jetzt als Touristen-Attraktion genutzt wird. Hier gab es einige alte Fundstücke zu begutachten. Auch hat man etwas über die Historie des Ortes erfahren. Früher war der Hafen hier wohl mal DER Dreh und Angelpunkt.
Quelle: http://culture.teldap.tw/culture/images/collection/gio/Maritime/hp-0100610438-i.jpg

Anschließend haben wir noch ein alte Lagerhäuser besichtigt, die langsam aber stetig von 2 riesigen Bäumen überwuchert werden. Bilder folgen in Kürze!

So langsam merkt man auch, dass der Taifun immer näher kommt. Es stürmt relativ stark, mit noch stärkeren Böen und es regnet fast ununterbrochen. Selbst durch die Klimaanlage pfeift es. Leider fällt daher aus Sicherheitsgründen auch der Ausflug morgen zu dem Tempel in Tainan aus. Das Nationale Wetterbüro hat eine Taifun-Warnung herausgegeben, was auch bedeutet, dass morgen niemand arbeiten muss. Schön für die Arbeiter, doof für uns :-(

Nichts desto trotz gab es noch ein Abendprogramm für uns . Es startete mit dem Abendessen. Diesmal gab es Teigklößchen, gefüllt mit entweder Schweinefleisch oder mit Fisch. Die mit Schwein waren sehr lecker, die mit Fisch eher so nicht so gut. Nach dieser Stärkung hieß es dann, dass wir in eine Bar gehen. Ich hatte mit einer taiwanischen Bar gerechnet, aber zu meiner Enttäuschung gingen wir in eine sehr amerikanische Bar (mit vielen Fernsehern, auf denen Baseball und Rugby läuft. Auch mit viel zu lauter Musik. Aber immerhin kamen ab und zu mal 2 Gogo-Tänzerinnen für 5 Minuten raus, was das Ganze irgendwie erträglicher machte)

So blieben wir bis 4:00 Nachts auf den Beinen. Wir konnten ja eh am nächsten Tag ausschlafen (endlich mal ausschlafen!!! *yippie*), da wir dank dem Taifun nichts zu tun hatten.

Zweiter Tag in Taiwan

Nach einer unruhigen, viel zu warmen und verschwitzten Nacht brach der zweite Tag in Taiwan an. Das Jetlag ist OK, eigentlich fühle ich mich relativ munter. Oder bin einfach immer noch in Aufregung.

Gestartet haben wir den Tag mit einem typischen taiwanischem Frühstück: Eierkuchen gefüllt mit Eiern (*yeah*), Fleisch und Kraut. Der Hammer! Alles schon in stäbchengerechte Teile geschnitten. Dazu gibt es eine Sojamilch, die allerdings nicht 100% mein Fall ist. Aber alle anderen (Vegetarier) sagen, die Sojamilch sei SOOOviel besser als in Deutschland. Vielleicht weil sie SOOOviel süßer ist als in Deutschland?! Kosten für diese Frühstück: 50$ = 1.25 Euro. *awesome*
typisches Frühstück in Taiwan: Eier-Omlett (Egg omlett)

Nach dieser Stärkung begann nun der erste Tag des chinesisch Kurses. Tja, was soll ich sagen. Eigentlich ist es wirklich gar nicht sooo schwer am Anfang, wenn man mal die Aussprache vernachlässigt. Zieht man allerdings die Aussprache mit in Betracht, so gelange ich sofort an meine Grenzen. Das Problem: Chinesisch ist eine tonale Sprache. Das heißt, jede Silbe kann in 5 verschiedenen Tönen ausgesprochen werden (ich höre aber kaum einen Unterschied), was auch 5 verschiedene Bedeutung zur Folge hat. Aber dafür ist die Lehrerin sehr energisch und lustig und hat offensichtlich viel Spaß mit uns ;) Es wird also viel gelacht.

Zum Mittag gab es ziemlich unspektakulär Essen von Subway (*shame on us*), aber um diesen Frevel wieder auszugleichen sind wir durch kleine verwinkelte Gassen gelaufen und haben uns voller Verwunderung umgeschaut. Da steht auf einmal ein Restaurant in mitten von Häusern oder gar ein kleiner Tempel. Kein Haus will so richtig zu seinem Nachbarn passen, aber egal wie eng die Gasse ist, Abstellplatz für ein paar Mopeds (Scooter) findet sich immer.

Zurück von diesen Abenteuern folgte die Nachmittagseinheit in Chinesisch, aber auch das ging vorbei :)

Und damit kommen wir zum Höhepunkt des heutigen Tages: Dem Nachtmarkt. Solch ein Nachtmarkt besteht aus kleinen Buden, an denen Essen oder Kleidung verkauft wird. Oder aber es handelt sich um (Glücks)Spielbuden (Taiwaner lieben Glücksspiel). Bei dem Essen handelt es sich meistens um kleine Snacks. Es gibt also kleine Buden, die verkaufen nur gegrilltes Fleisch. Oder kleine Buden, die verkaufen nur frittierte Süßkartoffelbällchen. Oder kleine Buden, die verkaufen nur Teigklöße. Und so weiter. Eben so kleine Häppchen von denen man nur ein bisschen satt wird, die aber nicht viel kosten. Somit kann man also viel probieren. Bei mir gab es:
  • gegrilltes Schweinefleisch, gefüllt mit Bohnen und Gemüße (also 3 kleine Rouladen auf einem Spieß). Soooo lecker. Die Marinade, ein Traum. Das Fleisch, zart! Fast schon besser als Thüringer Bratwürste
  • ein gegrilltes Hähnchenherz, ganz OK
  • Gelatine-Klöße mit Fleischfüllung. So mittelmäßig mit der Gelatine. Teigklöße sind besser
  • frittierte Süßkartoffeln. Schmecken nach fast nichts, außer nach Fett
  • 1 Fischbällchen. Nicht so pralle
  • 2 Garnelen. Und dazu gibt es jetzt diese Geschichte:
Wir laufen also über den Markt und sehen auf einmal 2 Bassins mit noch lebenden Garnelen. Und wir denken uns: Achja, lecker. Wir verhandeln also irgendwas mit dem Budenbesitzer und es kommt dabei raus: 3 für 100$. Das coole an der Sache: Man muss sich die Garnelen selber angeln. Wir bekommen also einen 40cm langen Stock, an dem vorne ein Angelhaken an einer 10cm langen Schnur hängt. Nach einigem hin und her und der Erkenntnis, dass es am Schwanz am besten geht, haben wir eine Garnele geangelt. Die Freude war groß, also ab zur Nächsten (natürlich die dickste). Aber auf einmal reist die Angelschnur ab. Wir wundern uns, geben dem Budenbesitzer ein Zeichen und bekommen auch prompt eine neue Angel. Nach einer weiteren Minute wird uns dann auf einmal klar, dass es sich hierbei um eine Art Glücksspiel handelt: Die Angelschnur ist mit Absicht lose an der Angel befestigt. Und man bezahlt nicht für 3 Garnelen, sondern für 3 Angeln. Und kann damit so viele Garnelen fischen, wie man halt schafft. Und so haben wir 6 Garnelen für 3 Leute geangelt. Die wurden auch prompt lebens auf den Grill gelegt und 4 Minuten gegart. Geschmacklich zwar etwas fad, aber trotzdem ein Erlebnis.

Unterkunft in Tainan

Hier nun einige Bilder aus meiner ersten Unterkunft in Taiwan, im Studentenwohnheim in Tainan. Nach der Ankunft erst einmal alles irgendwo hin schmeißen ;)

Ankunft im Wohnheim
Mit Matratzen hat man es hier anscheinend nicht so. Die Leute, inklusive meinem Zimmerkollegen, schlafen auf einem Brett und dazwischen eine Mini-Matratze. Hier meine komfortable, 0-Zonen-0-Schaum-Matratze:

Die Matratze

Größenvergleich von Taiwan-Reiseführern vs. Taiwan-Matratzen

Aber es scheint internationale und interkulturelle Einigkeit über Poster in Jungs-Wohnheimen zu geben:

da sind sich Jungs auf der ganzen Welt einig...


Jetzt nocheinmal ein Bild von meinem hergerichteten Schlafplatz für die erste Nacht:
mein Schlafplatz für die erste Nacht in Taiwan

Das Zimmer befindet sich im zwölften Stock. Dementsprechend hat man eine gute Aussicht über eine Seite von Tainan. Der Dunst im Hintergrund ist meiner Meinung nach Luftfeuchtigkeit, wobei die Luftqualität trotzt alledem nicht besonders gut ist.
Tainan vom 12. Stock des Studentenwohnheims

Und wer hat den Tempel eben mitten in den Häusern entdeckt?
Tempel inmitten von Häusern. Nicht unbedingt unüblich

Donnerstag, 2. August 2012

Erster Tag in Taiwan

Nachdem wir nun von den Taiwanischen Studenten in Tainan am Bahnhof abgeholt wurden, gab es erst einmal etwas zu essen! Sozusagen Frühstück, denn es war erst (oder bereits?) 10:00 morgens (+6h Zeitverschiebung von Deutschland nach Taiwan; 11:20 Abflug + 2h Verspätung + 13h Flug + 6h Zeitverschiebung + 2h Fahrt nach Tainan).

Zum Frühstück gab es dann für mich diese traditionelle und leckere Rinder-Nudel-Suppe (Beef Noodles) und dazu einen schwarzen Tee mit Milch. Tee wird hier in Taiwan so gut wie immer kalt und mit Eiswürfeln serviert, Eistee sozusagen. Und ist meistens sehr bis zu süß. Aber alles in allem war diese Mahlzeit ausgesprochen lecker. Könnte ich öfters zum Frühstück haben :)

first meal in taiwan
erste Mahlzeit in Taiwan
Nach dieser Stärkung ging es dann auf die Einwanderbehörde (Immigration Office) um eine Steuernummer zu beantragen, da unsere Stipendien noch nach taiwanischem Gesetz versteuert werden, mit ca. 20%.

Anschließend gab es kleine Einführung mittels PowerPoint Präsentation zu Taiwan. Im Allgemeinen muss man sagen, dass sich die taiwanischen Studenten, welche uns hier in Tainan während der Einführungswoche betreuen, sehr viel Mühe geben. Alles ist super durchorganisiert, alle sind sehr freundlich, lieb und geduldig. Geduld und Nerven sind vor allem bei der Essensbestellung für uns 25 ausländischen Studenten gefragt ;-)

Zum Abschluss des Tages haben wir dann alle noch eine taiwanische SIM-Karte (und somit eine taiwanische Handynummer) bekommen und wie kann es anders sein, waren wir noch Abendbrot essen.

In Taiwan ist es üblich, dass man nicht zu Hause kocht und isst, sondern dass man sich zu allen Mahlzeiten etwas außerhalb kauft. Und das ist hier nicht schwer, denn eigentlich reiht sich hier eine kleine Essensbude an die andere. Es gibt wirklich unglaublich viele Essensmöglichkeiten. Und das Essen ist extrem billig. Pro Mahlzeit kann man schon für ca. 1 Euro sehr gut satt werden. Hygienische Bedenken habe ich nicht. Essen ist hier ein "serious buisiness", damit wir hier ganz und gar nicht gespaßt (man darf auch für alles die Preise verhandeln, aber eben nicht beim Essen). Bis jetzt habe ich auch noch keine Probleme mit dem Magen oder der Verdauung. Für sauberes, gefiltertes Wasser stehen hier im Wohnheim (und auch sonst relativ häufig) extra Aufbereitungsanlagen bereit.

Das Essen mit Stäbchen ist noch eine große Herausforderung. Es klappt zwar irgendwie, sieht aber nicht sehr elegant und beherrscht aus. Außerdem fallen mir oft Sachen runter oder rutschen zurück in die Suppenschüssel, was eine gewisse Sauerei veranstaltet. Aber das kommt sicherlich noch. Die Taiwaner haben alle unterschiedliche Techniken, wie sie die Stäbchen halten und können auch andere Techniken nur schlecht nachahmen. Was am Ende zählt, ist, dass man klar kommt :)

Mittwoch, 1. August 2012

Anreise


"Auch der längste Marsch beginnt mit dem ersten Schritt." (Laotse, 6. Jh. v.Chr.)
Und so begann meine 2-monatige Taiwan-Reise auf dem Frankfurter Flughafen am 29. Juli 2012 um 11:20. Zumindest wäre das der Plan gewesen, wäre das Flugzeug beim Landen nicht durch ein Gewitter geflogen. So mussten wir 2 Stunden warten, währenddessen das Flugzeug auf technische Unversehrtheit geprüft wurde. Aber die 2 Stunden wurden gleich gut genutzt, um sich näher kennen zu lernen. Die anderen DAAD-Stipendiaten zu finden, war im Übrigen nicht sehr schwer: 24 junge, deutsche Studenten stehen in zwei Kreisen direkt hinter dem Einlass zum Wartesaal und unterhalten sich angeregt, wohingegen alle anderen Passagiere auf den Bänken saßen und doch eher asiatischer Natur anmuteten. So verbrachten wir also 2 Stunden mit Gesprächen über vorher gemachte Reisen, Hobbies, Gastgeschenke  und natürlich den üblichen Fakten wie Studienfach, Universität und WG-Leben. Alles in allem war eigentlich jeder vorher schon einmal für mindestens ein halbes Jahr im Ausland gewesen und somit gab es auch viele spannende Geschichten zu hören. Aus Indien zum Beispiel. Aber auch aus Schweden oder Schottland. Ich glaube, ich bin einer derjenigen, die hier die wenigste Auslandserfahrung haben. Macht aber nichts, ich bin ja noch jung :D

Nun begann der langweilige Teil: 13 Stunden Flug in einem viel zu stark klimatisierten Flugzeug. Selbst mit langer Hose und Pullover musste ich zwischenzeitlich, hauptsächlich beim Schlafen, die Mütze aufsetzen, was für die anderen Passagiere sicherlich ein lustiges Bild abgab ;-) Sehr erholsam war der Schlaf allerdings nicht, weil man nie richtig viel Platz hat und es im Allgemeinen sehr ungemütlich ist. Leider hatte ich auch keinen Fensterplatz und konnte so nicht die Welt und Wolken von oben betrachten. Auch saßen wir Stipendiaten nicht zusammen, sodass es für mich nicht viel mehr zu tun gab, als noch ein bisschen im Reiseführer zu lesen. Allgemein verlief der Flug aber ruhig, ohne große Turbulenzen oder Zwischenvorkommnisse. Die zwei Mahlzeiten zwischendurch waren lecker. Es gab einmal Penne Arabiata und einmal Reise mit Hühnchen. Dazu jeweils ein Brötchen, Obst und eine kleine Vorspeise.

Auch die 13 langweiligsten und ungemütlichsten Stunden vergehen und so setzten wir zur Landung an. Um die nun angespannten Gemüter, inklusive Meinem, zu beruhigen und die Angst vor der Landung zu nehmen, laufen auf den Fernsehern Entspannungsübungen. Konkret sieht man eine Frau, die sich die Hände reibt und auf Gesicht, Bauch und Oberschenkel legt und noch diverse andere Übungen zeigt. Im Hintergrund läuft dazu eine besinnliche, chinesisch angehauchte Musik. Der zweite Punkte, der mich wesentlich mehr von der Landung abgelenkt hat, war die fantastische Aussicht auf die Taiwanischen Berge, die im Sonnenaufgang in ein nebliges, schimmerndes blau gehüllt waren und nur als Silhouetten in verschiedenen hellen und dunklen grau und blau Tönen zu erkennen waren. Sehr sehr schick!

Tja, was bleibt abschließend zur Landung noch zu sagen: Dafür dass der Pilot Metzger war, hat er das Flugzeug sauber nach unten gebracht :P

Allerdings hatten wir immer noch zwei Stunden Verspätung und verpassten somit unseren Anschlussflug nach Tainan. Aber macht nichts, die Leute vom DAAD hatten extra Angestellte organisiert, die uns auf dem Flughafen Richtung dem nächsten Schnellzug gelotst haben. Und so fuhren wir mit dem Taiwanischem Schnellzug (300km/h) 1h 45minnach Tainan, wo wir von mehreren Taiwanern freudig und mit viel Begeisterung empfangen wurden.

Das Landschaftsbild an der Westküste, welches man vom Zug aus sehen konnte, unterscheidet sich von dem in Deutschland. Im allgemeinen sieht man kleine Felder (Getreide, Zuckerrohr, Reis, Obtsbäume, ...) und zwischen den Feldern Wege und an den Wegen oder Wegkreuzungen immer einzelne Häuser. In dem Sinne gibt es also keine Dörfer wie in Deutschland, sondern eben permanent einzelne Häuser die ca. 300m voneinander entfernt sind. Und dass die ganze Zeit, zumindest an den flachen Stellen, welche bewirtschaftet werden. Die Berge sind von Wald bedeckt. Natürlich nimmt die Dichte der Häuser zu den großen Städten hin zu, wobei es für mich sehr schwer zu unterscheiden ist, wo eine Stadt nun anfängt oder aufhört.

Die Häuser bzw. Gebäude (z.Bsp. Brücken) hier  empfinde ich als sehr hässlich. Oft bestehen sie aus grauem, schon von schwarzen Streifen und Moos bedecktem Beton und haben eine seltsame Form. Keine Gebäudeform passt zur Anderen und irgendwie sieht alles ein bisschen heruntergekommen und wild zusammengeflickt aus. Hat natürlich auch irgendwie seinen Charme, ist aber halt nicht ästhetisch hübsch ;) (nicht so hübsch wie die Altstädte in Deutschland)